Boltenstern Erich


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Erich

Boltenstern


Prof., Dipl. Ing.

männlich

21.06.1896

Wien

römisch-katholisch


Lehrende_r



a.o. Hochschulprofessor

15.03.1928


vor 1938

31.12.1954


nach 1945

Kündigung_Ablauf

Ja

Nein

Ja

Nein

Boltenstern, Assistent an der Meisterschule für Architektur von Holzmeister, wird einen Monat vor dem "Anschluss" zum a.o. Prof. ernannt und am Tag nach dem "Anschluss" des Dienstes enthoben, weil seine Frau nach den Nürnberger Gesetzen als Mischling 1. Grades gilt (in den Akten heißt es, er sei "jüdisch versippt" und "Trabant Prof. Dr. Holzmeisters"). Er verliert auch seine Befugnisse als Zivilingenieur und darf zwei Berufungen (an die Akademie für angewandte Kunst und an die Technische Hochschule) in der NS-Zeit nicht wahrnehmen (obwohl sich auch Eigenberger und Schirach für ihn einsetzen: "Schließlich möchte ich noch darauf hinweisen, dass Frau Boltenstern trotz ihrer Mischlingsqualität bei der NSV tätig ist und alle Kinder des Boltenstern bei der HJ bzw. beim BDM eingegliedert sind und sich dort durchaus einwandfrei verhalten haben. Die Kinder weisen keinerlei jüdische Rassenmerkmale auf und sind durchaus im deutschen Geiste erzogen"). Er wird ab Mai 1945 als Vertragslehrer wieder an der Akademie beschäftigt, mit der vertretungsweisen Führung der Architekturmeisterschule von Holzmeister betraut und außerdem als Pirchans Stellvertreter in die Sonderkommission entsandt. Im Hauptberuf lehrt er seit 1946 als a.o. Prof. an der Technischen Hochschule. Mit der definitiven Rückkehr Holzmeisters Ende 1954 endet Boltensterns Lehrauftrag.

Wagner


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